Arbeit gegen Belohnungen

Auswirkungen der Gabe von Ghrelin auf DOpamin und Leistung (DFG KR 4555/7-1)

Status: Wir suchen aktuell nach Versuchsteilnehmenden.

Das Wichtigste Zur Studie auf einen Blick

  • Ghrelin wird im Magen gebildet, wenn wir hungrig sind. Durch Ghrelin sind wir motivierter nach Belohnungen zu suchen und für sie zu arbeiten. Dieser Mechanismus könnte uns vielleicht in Zukunft helfen, Störungen in der Motivation besser zu behandeln.
  • Für die Studie suchen wir nach Personen, die unter Depressionen leiden, sowie gesunde Teilnehmende. Die Studie beinhaltet vier Termine und eine vollständige Teilnahme nimmt bis zu 12h in Anspruch. Als Entschädigung für die Teilnahme erhalten Sie bis zu €230 (€60 für den Verhaltensteil [alle Teilnehmenden], bis zu €170 für den Bildgebungsteil [nur ein Teil der Stichprobe]).
  • Bei Interesse an einer Teilnahme finden Sie auf dieser Seite alle wesentlichen Informationen. Schicken Sie uns bitte über das Kontaktformular eine Nachricht. Wir nehmen im Anschluss gern mit Ihnen Kontakt auf und besprechen das weitere Vorgehen mit Ihnen.

KurzZusammenfassung

monochrome photo of a brain

Das im Magen gebildete Ghrelin ist das einzige bekannte zirkulierende Hormon, welches den Appetit anregt. Tierstudien haben gezeigt, dass Ghrelin die Dopaminausschüttung erhöht und somit zu einer verstärkten Motivation führen kann. Allerdings fehlen vergleichbare Ergebnisse bisher bei Menschen, insbesondere zu Symptomen von gedämpfter Belohnungswahrnehmung („Anhedonie“). Wir untersuchen deshalb diese wichtige Fehlstelle mittels einer Verhaltensstudie sowie einer pharmakologischen Bildgebungsstudie. Dazu bestimmen wir bei Patienten mit Depression und gesunden Kontrollteilnehmern zunächst Nüchtern-Blutspiegel von appetitregulierenden Hormonen wie Ghrelin, Leptin und Insulin und setzen Verhaltenstests ein. Diese Tests bilden zentrale Belohnungs(dys)funktionen ab.

Um die Auswirkung von Ghrelin direkt zu untersuchen, durchläuft ein Teil der gesunden Versuchsteilnehmer zusätzlich eine Bildgebungsstudie, bei der wir die durch Ghrelin ausgelöste Ausschüttung von Botenstoffen im Gehirn testen. Dafür verabreichen wir Ghrelin (bzw. Kochsalzlösung) während wir mit PET und zeitgleicher MR Bildgebung die Funktion des Gehirns messen. Um die erwarteten Auswirkungen von Ghrelin auf die Bereitschaft für Belohnungen zu arbeiten zu erfassen, führen wir zum Abschluss eine Motivationsaufgabe durch.

Wir erwarten, dass die Studie weitere wichtige Erkenntnisse im Anwendungsbereich von Stoffwechselstörungen – aber auch psychischen Störungen, die durch Veränderungen im Stoffwechsel gekennzeichnet sind – merklich befördern kann.

Studieninformation

Under construction 🙂