Auf der Suche nach Belohnungen

Werden Vorhersagefehler durch Hunger Beeinflusst? (DFG KR 4555/9-1)

 Status: Wir suchen aktuell nach Versuchsteilnehmenden. 

Das Wichtigste Zur Studie auf einen Blick

  • Hunger beeinflusst unsere Motivation und das Belohnungslernen. Bisher wissen wir allerdings nicht, ob Veränderungen im Stoffwechsel auch Störungen in der Verhaltenssteuerung und der Stimmung begünstigen können. Ziel der Studie ist es, die Zusammenhänge zwischen dem Energiestoffwechsel und dem Verhalten über einen längeren Zeitraum besser zu beobachten und zu verstehen.
  • Für die Studie suchen wir nach gesunden Teilnehmenden (Frauen und Männer zwischen 18 und 35 Jahren). Die Studie beinhaltet sieben Termine und eine vollständige Teilnahme nimmt bis zu 12h in Anspruch. Um den Stoffwechsel über einen Monat hinweg zu untersuchen, setzen wir kontinuierliche Glukosemessungen ein. Als Entschädigung für die Teilnahme erhalten Sie bis zu €200.
  • Bei Interesse an einer Teilnahme finden Sie auf dieser Seite alle wesentlichen Informationen. Schicken Sie uns bitte über das Kontaktformular eine Nachricht. Wir nehmen im Anschluss gern mit Ihnen Kontakt auf und besprechen das weitere Vorgehen mit Ihnen.

Hinweis zur Verarbeitung Ihrer Daten: Die im Formular von Ihnen angegebenen Daten werden von uns ausschließlich für die Beantwortung bzw. Umsetzung Ihrer Anfrage und zur Kontaktaufnahme bzw. zur Vereinbarung und gegebenenfalls Durchführung eines telefonischen Vorgesprächs verarbeitet. Für die Verarbeitung beziehen wir uns auf den Art. 6. Abs. 1 lit. a DSGVO, sofern keine anderweitige gesetzliche Grundlage besteht. Eine Weitergabe an Dritte findet grundsätzlich nicht statt. Sie können Ihre erteilte Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Im Falle des Widerrufs werden Ihre Daten umgehend gelöscht. Ihre Daten werden ansonsten gelöscht, wenn wir Ihre Anfrage bearbeitet haben oder der Zweck der Speicherung entfallen ist.

KurzZusammenfassung

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Die Entdeckung neuer Nahrungsquellen ist eine zentrale Herausforderung für viele Organismen. Obwohl stoffwechselbezogene Zustände bei der Motivation eine klare Rolle spielen und hungrige Tiere erkennbar motivierter sind Belohnungen zu erhalten, ist die Rolle von Hunger beim menschlichen Belohnungslernen weitgehend unklar. Gleichzeitig gibt es Hinweise auf verändertes Belohnungslernen bei Adipositas, wobei die zugrundeliegenden Mechanismen ebenfalls ungenügend verstanden sind und Widersprüche den Fortschritt in Richtung einer übergeordneten Theorie behindern.

In der Studie werden wir diese Lücke durch eine ausführliche Erhebung des über Dopamin vermitteltem Belohnungslernens in unterschiedlichen metabolischen Zuständen bei Frauen und Männern versuchen zu schließen. Dazu setzen wir ein neu entwickeltes Online-Spiel ein, welches uns erlaubt, das Lernen von Essens- und Geldbelohnungen bei Versuchsteilnehmenden über einen Monat hinweg zu untersuchen. Parallel dazu erfassen wir mittels kontinuierlichem Glukosemonitoring die Glukosespiegel über diese Zeit, um Auswirkungen metabolischer Zustände auf das Lernen zu bestimmen. Diese detaillierten Messungen ergänzen wir durch experimentelle Testungen, bei denen metabolische Zustände gezielt untersucht werden, um Veränderungen in belohnungsbezogenen Vorhersagefehlern mit funktioneller Magnetresonanztomographie zu messen.

Das Projekt soll neue Erkenntnisse zu einem zentralen Mechanismus liefern, der das Lernen und die Motivation mit der Anforderung uns mit ausreichend Nahrung zu versorgen über die Dopaminausschüttung im Gehirn logisch verknüpft. Weitere Fortschritte im Verständnis von Unterschieden im Belohnungslernen, die durch Veränderungen im Stoffwechsel hervorgerufen werden, könnten in Zukunft dabei helfen, die Therapie von Störungen zu verbessern, die wie Adipositas von Veränderungen in der Belohnungsverarbeitung geprägt sind. Durch das Aufzeigen von möglichen Geschlechts- und Zykluseffekten im Rahmen der metabolischen Anpassung von Belohnungssignalen, könnte das Projekt ebenfalls neue Erkenntnisse zu Risikofaktoren von Essstörungen oder affektiven Störungen liefern.

Studieninformation

Wie läuft die Studie ab und wie viele Termine hat die Studie?
Die Studienteilnahme umfasst mehrere Labortermine und das Tragen eines Glukosesensors für 30 Tage. Während dieser Zeit werden täglich Aufgaben zur Belohnungsverarbeitung über eine von uns gestaltete App bearbeitet, die Sie auf Ihrem Smartphone oder PC durchführen können. Die Studie beginnt zunächst mit einem telefonischen Vorgespräch, bei dem alle Ein- und Ausschlusskriterien besprochen werden. Darüber hinaus umfasst die Studie insgesamt sechs vor-Ort Termine.

T0 Aufnahmetermin: Der erste Termin dauert ca. 2,5h und findet morgens nüchtern statt. Nach einer Blutentnahme erhalten Sie ein Frühstück und es werden verschiedene Aufgaben am Computer bearbeitet, die im Zusammenhang mit Belohnungsverarbeitung und Motivation stehen. Danach wird der erste Glukosesensor gesetzt.

T1-T4 Wechsel des Glukosesensors: Nach jeweils 6 bis 7 Tagen wird der Glukosesensor bei uns im UKT gewechselt. Die Termine dauern ca. 1 Stunde. Zusätzlich findet eine Blutentnahme statt, Sie bearbeiten eine Aufgabe am Computer und Sie erhalten die Gewinne aus dem Onlinespiel der vorherigen Woche.

T5-T6 MRT Messungen:
Diese beiden Termine umfassen die MRT Messungen während der Durchführung verschiedener Belohnungsaufgaben. Außerdem wird zu Beginn, einmal während der Messung und am Ende der Messungen Blut entnommen. Auch diese Termine dauern ca. 2,5 Stunden, finden morgens nüchtern statt und Sie erhalten ein Frühstück am Ende des Termins.

Wer kann teilnehmen?
Für unsere Studie suchen wir freiwillige Studienteilnehmende mit Normal- oder Übergewicht im Alter zwischen 18 und 35 Jahren. Weiterhin sollten Teilnehmende folgende Kriterien erfüllen:
– Keine Metallteile im/am Körper
– Keine Tattoos im Kopf-/Halsbereich oder größer als 14cm
– Keine hormonelle Verhütung
– Kein Diabetes
Warum sollte ich teilnehmen? Gibt es eine Aufwandsentschädigung?
Ihre Teilnahme kann dabei helfen, die Rolle von Stoffwechselsignalen wie Hunger oder Glukosespiegel und von hormonellen Veränderungen zum Beispiel während des Menstruationszyklus bei der Belohnungsverarbeitung besser zu verstehen. Die Erkenntnisse können dazu beitragen, die Entstehung von metabolischen Störungen wie Übergewicht und Störungen der Motivation wie Depressionen und deren Zusammenspiel besser zu verstehen und so wirksamere Behandlungsmethoden zu finden.

Für die vollständige Teilnahme an der Studie gibt es am Ende außerdem eine Aufwandsentschädigung von mindestens 160€ und es werden in der Studie zusätzlich noch weitere Snacks und Geld-Gewinne erspielt werden (typischerweise 40-60 €).

Für mehr Informationen finden sie hier unsere Teilnahmeinformationen zum Download. Gern beantworten wir Ihnen auch Fragen beim telefonischen Vorgespräch. Wir freuen uns auf Sie!

Teilnahmeinformationen zum Download