Welche Prozesse im Gehirn verursachen Essanfälle?

Versuchsteilnehmende für Studie zu Essverhalten gesucht

· Was hat die Belohnungsverarbeitung im Gehirn mit dem Essverhalten zu tun?
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Gibt es Unterschiede in der Belohnungsverarbeitung zwischen Menschen, die von Essanfällen berichten, und Menschen mit regulärem Essverhalten?
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Welche Veränderungen in der Gehirnaktivität und Hormonhaushalt hängen mit der Entstehung von Essanfällen zusammen?

Diese und viele weitere Fragen werden in dem aktuellen Forschungsprojekt zu Binge-Eating und neuronale Variabilität untersucht. Das Projekt wird durchgeführt als Kooperation der Arbeitsgruppen von Dr. Nils Kroemer, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Uniklinikum Tübingen, und von Professorin Jennifer Svaldi, Abteilung Klinische Psychologie und Psycho­therapie der Universität Tübingen.

Trotz der aktuellen Beschränkungen durch die COVID-19 Infektionen suchen wir weiter Teilnehmende mit und ohne Essanfälle. Sollten weitere Kontaktbeschränkungen zu einer Unterbrechung der Laboruntersuchungen führen, können Teilnehmende bereits von zuhause aus den Online-Teil der Studie absolvieren (Lesen Sie hier mehr zu unserer App Influenca).

Psychologin Monja Neuser im diagnostischen Gespräch während des ersten Studientermins zur Studie zu Essanfällen und neuronale Variabilität.
Die Studie wird durchgeführt von der Arbeitsgruppe Neuroscience of Motivation, Action, & Desire Laboratory der Klinik für Allgemeine Psychiatrie und Psychotherapie am Uniklinikum Tübingen und der Abtielung für Klinische Psychologie und Psychitherapie der Uni Tübingen.
Psychologin Monja Neuser im diagnostischen Gespräch während des ersten Studientermins der Studie zu Essanfällen und neuronale Variabilität. ©Wiebke Ringels


Hintergründe zur Essanfallsstörung

Die Binge-Eating-Störung, auch Essanfallsstörung genannt) wurde erst 2013 als offizielle klinische Diagnose anerkannt und hat sich anschließend schnell als häufigste aller Essstörungen herauskristallisiert. Die Betroffenen leiden an wiederkehrenden Essanfällen, bei denen Sie einen Kontrollverlust über die Menge und Art des Essens erleben und häufig trotz fehlenden Hungergefühls bis zur Übelkeit weiteressen. Die Essanfälle, die manchmal mehrmals in der Woche auftreten, hängen oft zusammen mit Adipositas und weiteren Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder psychischen Erkrankungen, wie der Depression. Trotz Therapieoptionen, wie zum Beispiel Psychotherapie, erleiden Menschen mit Binge-Eating häufig Rückfälle. Wir möchten die Grundlagen der Erkrankung erforschen um daraus Erkenntnisse zu gewinnen, die helfen können die Behandlung von Essanfällen zu verbessern.

Kriterien für die Studienteilnahme:

– Alter zwischen 18-69 Jahren
– Normal- oder Übergewicht
– Normale Sehkraft (oder korrigiert durch Brille/Kontaktlinsen)
– keine Schwangerschaft
– keine MRT-Kontraindikation (z.B. Platzangst oder nicht entfernbare Metallteile im/am Körper wie Implantate, Schrauben, Piercings)
– keine akute oder chronische Erkrankung, insbesondere: Herzkreislauferkrankungen oder Epilepsie

Was beinhaltet die Studienteilnahme?

Die Studie umfasst die Teilnahme an einem browserbasierten Online-Spiel (mind. 30 x 15 min). Im Anschluss finden zwei Studientermine im Labor statt.
Beim ersten Studientermin finden ein diagnostisches Gespräch, Verhaltenstestung am PC und ein Geschmackstest statt.
Der zweite Studientermin beinhaltet Blutentnahmen zu vier Zeitpunkten (jeweils ca. 30 ml) – dafür wird zu Beginn ein venöser peripherer Venenkatheter in die Ellenbeuge gelegt. Außerdem werden wir die Gehirnaktivität mittels einer MRT-Messung untersuchen.

Für die Studienteilnahme gibt es eine Aufwandsentschädigung von 70-100€. Sollten Sie Interesse haben, an der Studie teilzunehmen, können Sie sich direkt über unser Kontaktformular bei uns melden. Wir vereinbaren dann mit Ihnen einen Termin für ein telefonisches Vorgespräch um alle Ein- und Ausschlusskriterien zu besprechen.
Sie können uns auch telefonisch erreichen unter: +49 7071 / 29 – 62496

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